Kurz erklärt · Strategie & Beratung
Was gehört zu einer Wettbewerbsanalyse?
Eine Wettbewerbsanalyse untersucht, wie vergleichbare Anbieter auftreten, kommunizieren und sich positionieren, von Leistungsversprechen über Preise bis zur Gestaltung. Daraus lässt sich ableiten, welche Lücken und Chancen für die eigene Positionierung bestehen.
Es geht nicht darum, Wettbewerber zu kopieren, sondern darum, den Markt zu verstehen: Was ist üblich, was wird kaum beantwortet, wo gibt es Raum für einen eigenen, erkennbaren Auftritt? Grundlage sind öffentlich zugängliche Informationen wie Websites, Angebote und Bewertungen. Wer nur die Konkurrenz kopiert, bekommt zuverlässig eines: noch mehr Konkurrenz im eigenen Auftritt.
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Beobachten
Aussagen und Auftritt der Anbieter sammeln.
- 02
Vergleichen
Nach klaren Kriterien gegenüberstellen.
- 03
Ableiten
Lücken und Chancen für die eigene Position erkennen.
Den Markt verstehen
Wozu eine Wettbewerbsanalyse dient
Wer nur auf das eigene Unternehmen schaut, erkennt nicht, was Kundinnen und Kunden im Vergleich sehen. Die Analyse zeigt, welche Versprechen sich ähneln, welche Fragen offenbleiben und wo Anbieter bereits stark sind. Damit lassen sich Botschaften schärfen, Angebote sinnvoll abgrenzen und Fehlinvestitionen in Bereiche vermeiden, die längst besetzt sind.


Zwei Arten von Wettbewerb
Direkte und indirekte Wettbewerber
Wettbewerb ist mehr als der Anbieter mit demselben Angebot. Auch andere Lösungen konkurrieren um dasselbe Budget.
Direkte Wettbewerber
Bieten im Kern dasselbe an.
- Gleiche Leistung und Zielgruppe
- Vergleichbare Sprache und Preise
- Werden von Kundschaft aktiv verglichen
Indirekte Wettbewerber
Lösen dasselbe Problem auf anderem Weg.
- Andere Lösung für dasselbe Bedürfnis
- Zum Beispiel Eigenleistung oder Software
- Werden oft übersehen, sind aber relevant
Kurz gesagt: Wer nur direkte Wettbewerber betrachtet, sieht einen Teil des Marktes.
Was betrachtet wird
Fünf Untersuchungsfelder
Je nach Aufgabe genügen einzelne Felder. Für eine Positionierung lohnt der Blick auf alle fünf.
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Leistungsversprechen
Was wird angeboten, und wie wird der Nutzen beschrieben?
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Zielgruppen und Ansprache
Wen sprechen die Anbieter an, in welchem Ton und mit welchen Argumenten?
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Preise und Angebotsformen
Wie sind Angebote aufgebaut, und wie transparent sind Preise?
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Auftritt und Gestaltung
Wie wirken Website, Bildsprache und Erscheinungsbild?
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Sichtbarkeit und Kanäle
Wo werden die Anbieter gefunden: Suche, soziale Netzwerke, Bewertungen?
Vom Vergleich zur Erkenntnis
Vom Wissen zur Anwendung
Ein festes Raster macht die Ergebnisse vergleichbar und vermeidet Zufallsfunde.
Wettbewerber auswählen
Eine überschaubare Auswahl aus direkten und indirekten Anbietern treffen.
Kriterien festlegen
Die Untersuchungsfelder und Bewertungsfragen vorab bestimmen.
Vergleichen und dokumentieren
Beobachtungen mit Quelle und Datum festhalten.
Erkenntnisse ableiten
Lücken, Chancen und Handlungsfelder benennen.
Ein Beispiel zur Einordnung
Lücke statt Kopie
Beim Vergleich fällt auf, dass alle betrachteten Anbieter ähnliche Leistungsbeschreibungen nutzen und kaum erklären, wie der Ablauf einer Zusammenarbeit aussieht.
Genau darin liegt eine Chance: Wer Ablauf und Ergebnis konkret zeigt, hebt sich ab, ohne etwas Neues erfinden zu müssen. Ziel der Analyse ist nicht, Wettbewerber zu kopieren, sondern eine eigene, tragfähige Position zu finden.
Der einfache Test: Können Sie nach der Analyse in einem Satz sagen, was Sie anders machen als die betrachteten Wettbewerber und warum es Kundinnen und Kunden wichtig ist?


Vertiefung · Von der Analyse zur Position
Was Sie mit den Ergebnissen tun
Eine Wettbewerbsanalyse ist ein Werkzeug. Ihren Wert erhält sie erst durch die Entscheidungen, die sie vorbereitet.
Öffentliche Quellen nutzen
Ausgewertet werden öffentlich zugängliche Informationen wie Websites, Kataloge und Bewertungen. Fremde Inhalte zu kopieren ist dagegen nicht zulässig und auch fachlich wenig sinnvoll.
In die Positionierung übersetzen
Aus Lücken und Chancen entsteht die eigene Position. Grundlagen: Markenpositionierung und Markendifferenzierung.
Zielgruppe im Blick behalten
Der Vergleich ist nur relevant, wenn er die Fragen Ihrer Kundschaft berührt. Mehr unter Zielgruppenanalyse.
Regelmäßig wiederholen
Märkte bewegen sich. Wann sich ein neuer Blick lohnt, beschreibt Positionierung überprüfen.
FAQ
Häufige Fragen.
Klare Antworten.
Ihre Frage ist noch offen? Schreiben Sie mir – ich antworte persönlich.
Was gehört zu einer Wettbewerbsanalyse?
Betrachtet werden Leistungsversprechen, Zielgruppen und Ansprache, Preise und Angebotsformen, Auftritt und Gestaltung sowie Sichtbarkeit und Kanäle vergleichbarer Anbieter.
Wie viele Wettbewerber sollte ich betrachten?
Eine überschaubare Auswahl genügt, die typische Alternativen Ihrer Kundschaft abdeckt. Wichtiger als die Menge ist ein einheitliches Raster für den Vergleich.
Woher bekomme ich die Informationen?
Aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Websites, Angebotsunterlagen, Bewertungen, Suchergebnissen und sozialen Netzwerken sowie aus Gesprächen mit Kundschaft.
Darf ich Wettbewerber einfach beobachten?
Die Auswertung öffentlich zugänglicher Informationen ist üblich. Fremde Inhalte zu kopieren oder sich unlauter Zugang zu vertraulichen Daten zu verschaffen, ist dagegen nicht zulässig.
Wie umfangreich muss die Analyse sein?
Das richtet sich nach der Entscheidung. Für eine neue Website reichen oft strukturierte Gespräche und eine Bestandsaufnahme; bei einer neuen Positionierung lohnt ein tieferer Blick in Markt und Zielgruppen.
Wie oft sollte ich die Analyse wiederholen?
Bei größeren Veränderungen im Markt oder im eigenen Angebot und ansonsten in einem festen Rhythmus, gemeinsam mit der Prüfung der Positionierung.
Nächster Schritt
Mehr Klarheit über Ihren Markt.
Gemeinsam untersuchen wir, wie Ihre Wettbewerber auftreten, und leiten daraus eine eigene, erkennbare Position ab.


